Naturtextilien

Qualitätssiegel

Natur macht schön
Für uns bei Body & Nature ist es schon ein liebgewonnenes Ritual, Ihnen zu zeigen, wie es auch anders geht, mit unseren strengstens geprüften Produkten und unserer Fachkenntnis – wir wissen, was gut ist.
Versprochen!
Wir vertrauen Qualitätssiegeln. Sie sorgen für Klarheit, Sicherheit und sollten Ihnen die Möglichkeit geben, frei zu entscheiden, was Sie kaufen möchten.
Hier die wichtigsten Qualitätssiegel, denen wir vertrauen:
Inter­na­tio­naler Verband der Natur­tex­til­wirt­schaft e. V.Logo FairtradeGOTS LOGOLogo Fair Wear Foundation

Wolle

die nicht kratzt – versprochen. Wolle die ein KbT-Siegel hat unterscheidet sich im Gefühl auf der Haut. KbT bedeutet kontrolliert biologische Tierhaltung, ohne Pestizidbäder und ohne mulesing. Unsere Unterwäsche, Pullover, Kleider, Röcke oder Decken sind eine Verführung. Selbst die Färbung der Wolle ist zertifiziert, man fühlt es.

Unsere Acessoires wie Schals, Stulpen und Handschuhe sind oft in Deutschland gestrickt, mit Strickmustern die einen stauenen lassen. Wir führen Wolle aus Überzeugung.

Seide

ein jahrtausende alter Traum, heute so geschätzt wie damals. Seide – ein Stoff der Träume. Wir führen

Seidenunterwäsche

aus der Schweiz und Wolle-Seidenunterwäsche von der Schwäbischen Alb. Als Schmankerl findet man bei uns Shirts aus Bourettseide, Leggings aus Seide und viele Schals. Unsere Lieferanten mögen Seide mit ihrem Tragekomfort gerne als Mischung, ob mit Wolle, Baumwolle oder Hanf verwoben. Wir führen in jeder Saison Lieblingsstücke. Ein wirklicher Hingucker, ein Festtagskleid, sind die Kreationen von der Firma Prächtig. Seidenleichte Kleider in den schönsten Farben in Hamburg gefärbt.

Kleine Kreisläufe sind ein Kennzeichen unseres Nachhaltigkeitsgedanken.

Waschanleitung für Seidenunterwäsche

Dürfen wir Ihnen die destruktive Kraft einer Alkalischen Wäsche für Seide kurz beschreiben?

  • Die Farben verbleichen stark
  • Die Seide und der Seidennähfaden werden brüchig und reißen
  • Der Griff der Seide wird rau, der Glanz geht verloren
  • Der Gummifaden des Elastikbändchen wird herausgelöst

Sie müssen wissen, dass sich der Seidenfalter ein Loch im Kokon durch eine alkalische Flüssigkeit schafft und die Seide von Alkali bis zur vollkommenen Auflösung angegriffen wird.

Wir empfehlen Ihnen aus unserer Erfahrung heraus als Pflegemittel Amytis von der Firma Speick, sowie den Textilreiniger Panamarinde von der Firma Hinsch. Beide Pflegemittel sind sowohl für die Handwäsche als auch für die Maschinenwäsche einsetzbar. Sie finden diese Waschmittel in unserer Haushaltsabteilung immer vorrätig.

Wir möchten gerne, dass Sie lange Freude an Ihrer herrlichen Seidenwäsche haben.

 

Hanfmode der Firma HempAge

Wer ist HempAge?

Die Firma Colour Connection, ursprünglich als fairer Händler tätig, kam 1999 mit dem Unternehmen Hanfzeit zu der HempAge AG zusammen. Ökologische Textilien fair herzustellen und zu vertreiben lautete die Devise. Vor allem bestand der Wunsch, dem in den letzten Jahrzehnten vernachlässigten Rohstoff Hanf wieder zu der Geltung zu verhelfen, die er verdient. Ein langer Weg begann, angefangen von den mit Hand gewebten und mit Pflanzen gefärbten Hanfstoffen aus Thailand über die industrielle Herstellung in Rumänien bis hin zu den hervorragenden Qualitäten, die wir heute mit unseren chinesischen Partnern erreichen. Unser Engagement beschränkt sich nicht nur auf die Entwicklung und den Vertrieb der Textilien, sondern beinhaltet auch

Forschungsarbeit

im Bereich der Fasergewinnung und -weiterverarbeitung. Desweiteren arbeiten wir in europäischen Gremien mit, die sich der Verbreitung von Hanf in anderen Bereichen wie Dämm-Materialien oder Faserverbundwerkstoffen verschrieben haben. 2011 hat die HempAge mit drei gleichgesinnten Partnern eine Forschungs GmbH gegründet, um einem konkreten technologischen Engpass bei der Weiterverarbeitung des Hanfes Abhilfe zu schaffen. Kurz gesagt:

Soziale Fairness, Ökologie, Nachhaltigkeit

und die Wiederverbreitung der genialen Nutzpflanze Hanf sind unser Anliegen.Heute sind Hanfstoffe in der Herstellung noch um ein Mehrfaches teurer als vergleichbares Material aus Baumwolle. Wir arbeiten daran mit, dass sich hoffentlich bald alle Menschen, wie groß oder klein ihr Geldbeutel auch sein mag, Bekleidung aus Hanf leisten können. Um unsere Waren schon heute erschwinglich zu machen, setzen wir in unserer Kollektion bewusst auf zeitlosen Stil und verzichten auf kostenintensive Werbung sowie auf Handelsvertreter. Im Vergleich zu großen Markenherstellern, bei denen die Werbekosten bis zu 50% des Umsatzes schlucken, sind es bei HempAge 1,7% – und einen Großteil davon halten Sie gerade in der Hand.

Warum Hanf?

Hanf ist ein Rohstoff, der Jahrtausende lang eine große Fan-Gemeinde unter den Menschen hatte und erst vor kurzem (nach dem 2. Weltkrieg) aufgrund der Interessen einzelner Wirtschaftsmagnaten zur Teufelsdroge stilisiert wurde. Dadurch in der westlichen Welt geächtet, schreit er nun förmlich nach einer Vernunft basierten Renaissance. Schon die Pflanze birgt hervorragende Eigenschaften. So laugt sie aufgrund ihrer Selbstverträglichkeit keine Böden aus. Schnell wachsend gedeiht sie fast überall und lockert als Tiefwurzler verdichtetes Erdreich wieder auf. Der Wasserbedarf von Hanf ist erheblich geringer als der von Baumwolle, was die Öko-Bilanz dieses textilen Rohstoffes bedeutend hervorhebt. Einzigartig ist ihre Resistenz gegen Schädlinge. Durch die Vielfalt an besonderen Stoffen, den Cannabinoiden, ist die Pflanze für Schädlinge völlig unattraktiv und wird gerade deshalb um andere Felder als Bollwerk gegen Käfer und Co. gepflanzt. Aber auch die Fasern, die aus dieser Wunderpflanze gewonnen werden, sind mit Superlativen getränkt. Hanffasern sind die stabilsten Naturfasern. Autobauer nutzen diesen Umstand bereits in Faserverbundstoffen bei Innenverkleidungen und sogar bei Stoßfängern.

Erste Jeans aus Hanfstoff

Auch Levi Strauß machte die „Urjeans“ aus Hanfstoff, den er zur Genüge auf Segelschiffen fand. Denn die Segelschifffahrt liebte Taue und Segel aus Hanffasern, da diese aufgrund ihrer antibakteriellen Schutzstoffe nicht zum Vermodern neigten, nicht einmal im feuchten Zustand. Zudem ist die Hanffaser in der Lage Feuchtigkeit nicht nur schnell aufzunehmen, sondern auch schnell wieder abzugeben. So verwundert es kaum, dass auch Mode aus Hanf konkrete Vorteile mit sich bringt. Intensive Feuchtigkeits-Aufnahme und schnelle Abgabe erzeugen ein kühlendes Tragegefühl, das man in heißen Sommern nicht missen möchte.

Entstehung von Gerüchen

Dazu unterdrücken die Fasern die Entstehung von Gerüchen. Diese Vorzüge haben Sie, insofern Sie auf chemische Beschichtungen verzichten, ausschließlich bei Hanftextilien. Und im Gegensatz zu seinen chemischen Nachahmern bleibt dem Hanftextil diese Eigenschaft dauerhaft erhalten. Eine mikroelektronische Ladung entsprechend der menschlichen Haut und ein bei vergleichbarer Stoffdichte höherer UV-Schutz sind in diesem Zusammenhang noch anzufügen. So lässt sich leicht erkennen, dass der Hanffreund nicht von idealistischen Höhenflügen, sondern von gesundem Menschenverstand geleitet wird.

Herstellung der Produkte

Fasergewinnung

Unser Hanf wird unter anderem in der chinesischen Provinz Shanxi in kleinen bäuerlichen Betrieben angebaut. In uralter Tradition werden die Hanfpflanzen geerntet, (z.T. noch geröstet) und getrocknet.
Das Rösten dient der Lösung der Bindestoffe, welche Faserbündel mit Holz und Rinde (Schäben) verbinden. Dazu müssen die Hanfstengel feucht gehalten werden. Das geschieht herkömmlicherweise auf dem Feld durch Tau (Feldröste) oder in Wasserbecken (Wasserröste). Da die klassische Wasserröste aufgrund des hohen Aufwandes nur noch selten praktiziert wird, ist es ein aktueller Schwerpunkt unserer und internationaler Forschung hierfür ein einfacheres Verfahren zu entwickeln, das zu qualitativ gleichwertigen Fasern führt. Nach der Wasser-, bzw. Feldröste oder vergleichbaren neuen Verfahren werden die Hanfpflanzen zu Stroh getrocknet. Das Hanfstroh lagert man zuerst ein um es nach der arbeitsintensiven Erntezeit mechanisch zu häuten. Das Häuten trennt die Bastfasern von den holzigen Schäben, die in der kalten Jahreszeit den Bauern als Brennmaterial dienen. Die Faserbündel werden zu Ballen verschnürt und erreichen so die Spinnereien. Wir verarbeiten nicht ausschließlich Hanf von kleinbäuerlichen Betrieben. Im Prinzip ist die Prozedur in größeren landwirtschaftlichen Unternehmen ähnlich, nur werden hier z.B. bei der Röste große Becken verwandt, oder die weit weniger aufwendige Feldröste angewendet, und die eingesetzten Maschinen sind ebenfalls größer und moderner.

Faserveredelung

In der Spinnerei eingetroffen, werden die Faserbündel nun zu Elementarfasern und Fraktalfasern aufgespalten. Durch Kochen in Natronlauge löst sich der „Kleber“ (Pektine, Lignin) aus den Faserbündeln. Eine neue hochtechnisierte Kläranlage sorgt dafür, dass die Umwelt dabei nicht belastet wird. Danach werden die Fasern gewaschen, getrocknet und durch mechanische Bearbeitung weiter vereinzelt und gereinigt. In mehreren Stufen des Kämmens lassen sich die Fasern nach Länge und Qualität separieren, wobei die längsten und feinsten Fasern nochmals per Hand verlesen werden. Aus diesen Langfasern wird das 100 prozentige feine Hanfgarn gesponnen. Die kürzeren Fasern werden wie Baumwolle weiterverarbeitet und finden vor allem in Mischungen mit anderen Natur- und Kunstfasern Verwendung. Durch die Umlegung moderner Technik ist es gelungen einen weiteren Meilenstein hin zu einer höheren Attraktivität der Kulturpflanze zu setzen: Eine innovative Faseraufbereitungsanlage macht es seit 2011 möglich, sowohl Wasser-, wie auch Energie und Arbeitsaufwand erheblich zu senken.

Weiterverarbeitung

In unserem Partnerbetrieb in der Provinz Shanxi findet nicht nur die Faserveredelung statt. Hier werden auch die Fasern zu Garn versponnen und die Garne zu gewebten Stoffen weiterverarbeitet. Die Fabrik arbeitet in einigen Bereichen rund um die Uhr im Schichtbetrieb. Die Tagesschicht hat nach vier, die Früh- und Spätschicht nach drei Arbeitstagen einen freien Tag. An Arbeitsplätzen mit besonders hohen Anforderungen an die Konzentration – wie in der manuellen Faserkontrolle – sind die Arbeitszeiten nochmals verkürzt. Abgesehen davon stehen den Mitarbeitern Wohnungen, ein betreuter Kindergarten, eine Schule und ein Krankenhaus zur Verfügung. Auch diesen Betrieb hat die FWF in unserem Auftrag auditiert. Wir arbeiten nun zusammen mit unseren Partnern an der Umsetzung der vorgeschlagenen Verbesserungen. Alles Gewebte wird bis zur Konfektion in der Provinz Shangdong weiterverarbeitet.

Gots

Gefärbt sind unsere Textilien ausschließlich mit Reaktivfarbstoffen, welche den Anforderungen des GOTS (global organic textile standard) entsprechen. Auf optische Aufheller wird generell verzichtet. Das Färben und Ausrüsten wird nach GOTS-Richtlinien gestaltet. Allerdings werden die gesamte Produktion und alle Betriebe nicht nur nach GOTS zertifiziert, sondern auch durch die HempAge AG regelmäßig besucht und die Einhaltung des Standards durch Tests kontrolliert.

Ökologie

Unsere Partner in China sind mittlerweile alle durch das schweizerische IMO-Institut nach dem „Global Organic Textile Standard“ (GOTS) zertifiziert. Dabei hat sich die Spinnerei eigenständig zertifizieren lassen, die restliche Produktionskette wurde von unserem strategischen Partner in China übernommen. Was die Rohstoff-Zertifizierung betrifft, verarbeiten wir seit geraumer Zeit in unseren Textilien ausschließlich zertifizierte Baumwolle kbA, die übrigen Zutaten wie Reißverschlüsse etc. sind ebenfalls mindestens nach Öko-Tex 100 zertifiziert.
Dennoch wird es bei HempAge eine Produktzertifizierung nach dem GOTS kurzfristig nicht geben. Dashat vor allem einen Grund: Das letzte noch unzertifizierte Glied bleibt der Rohstoff Hanf. Abgesehen vom enormen finanziellen Aufwand, winzige Terrassen (kleinbäuerliche Wirtschaft) zertifizieren zu lassen, ist es schwer die Notwendigkeit dafür zu begründen, da Hanf noch nie Pestizide und andere belastende Stoffe benötigt hat. Kein Bauer treibt finanzielle Aufwände für etwas, das er für einen guten Ernte-Ertrag nicht braucht. Auch den Hanf, der sich zur Schädlingsabwehr mit anderen Feldfrüchten ein Feld teilt, könnten wir unter diesen Voraussetzungen nicht zur textilen Fasergewinnung verwenden. Mittlerweile wäre es uns zwar zu einem geringen Teil möglich, zertifizierten Hanf einzusetzen, allerdings halten wir diese Maßnahme für ökologisch und sozial bedenklich. Zum einen, da wir damit die Kleinbauern, die uns auch in den Jahren geringen Hanfanbaus mit Rohstoff versorgt haben, um Ihre Absatzchancen bringen würden. Zum anderen kann der Anbau und die Verarbeitung auf den großen, zertifizieren Anbauflächen im Norden Chinas nicht generell als ökologischer betrachtet werden als bei den Hanfbauern in direkter Umgebung zu unserer Spinnerei. Heute arbeitet HempAge mit diesen und weiteren Argumenten daran die Vorschriften für die GOTS-Zertifizierung zu Gunsten von Hanf zu ändern und gleichzeitig schärfere Echtheitskontrollen innerhalb des GOTS durchzusetzen. Wir hoffen, dass zunächst Sie als unser Kunde und mittelfristig auch die Entscheidungsgremien zu dem Schluss kommen, dass dies nachvollziehbar und unterstützenswert ist. Das steigende Aufkommen von Betrügereien mit kbA-Zertifikaten ist ein Punkt, dem wir bereits präventiv entgegen wirken. In diesem Zusammenhang haben wir uns für eine organic content standard blended (OCS blended) Produktzertifizierung entschieden. Diese gewährleistet die Verfolgung der Baumwolle kbA vom Feld bis zum Textil.

Fair Wear Foundation

2008 wurde das erste Audit durch die FairWear-Foundation bei unserem chinesischen Partner durchgeführt. Kurz nach dem zweiten Audit (Verifizierungsaudit und zusätzliches Workerstraining) war HempAge von der Ernsthaftigkeit und Professionalität der FWF so überzeugt, dass wir 2009 Mitglied wurden. Mittlerweile halten wir die FWF für die ernst zu nehmende Instanz, wenn es um sozial verträg-
liche Textilherstellung geht. Dies ist nicht nur unsere Meinung; die Mitgliederzahl steigt stetig und stark. Was die FWF dabei von vielen anderen Siegeln und Vereinigungen unterscheidet, ist der „Multi-stakeholder-Ansatz“, der auch bei der Überprüfung der Betriebe gelebt wird. So werden Audits grund-
sätzlich zusammen mit örtlichen NGOs durchgeführt, welche sich der Sache selbst verpflichtet sehen, und nicht nur durch freiberufliche Prüfer, die vom zu prüfenden Unternehmen direkt beauftragt und
bezahlt werden. Da wir uns in den vergangenen Jahren darum bemüht haben alle Subunternehmer möglichst proaktiv auditieren zu lassen, kann die Hempage von sich behaupten nahezu komplett von der FWF überwacht worden zu sein. So freut es uns besonders, dass wir aufgrund dieser Entwicklung das FWF-Logo zu Kommunikationszwecken veröffentlichen dürfen. Die Ergebnisse der Überprüfungen werden im social report jährlich protokolliert und von der FWF auf deren Homepage veröffentlicht. So wird eine Transparenz geschaffen, die jedem ermöglicht sich über den aktuellen Stand von HempAge in Sachen sozialer Verantwortung ein Bild zu machen. Nicht ohne Stolz haben wir den Entschluss unseres chinesischen Partners vernommen, ebenfalls ein Mitglied der FWF zu werden. Und so trat er in 2011 der FWF als „factory member“ bei. Ein weiterer Beleg, der sich der allgemeinen medialen Berichterstattung
entgegen stellt und bezeugt, dass in China sozial gerecht produziert werden kann. Ein Anfang ist gemacht – letztendlich entscheidet, wie wir alle wissen, der Verbraucher, wie es sich entwickeln wird.